So 18. Oktober 2026 | 18:00 
→ Veranstaltungsraum des Sujet Verlags,
Bornstraße 8, 28195 Bremen

Nassir Djafari

„Tausend Fenster“   

Im Morgengrauen eines Apriltages im Jahr 1972 steigt der tschechische Journalist und Reformsozialist Pavel Horak auf dem Gelände einer verfallenen Tankstelle am Stadtrand von Prag in den Kofferraum eines umgebauten Mercedes mit Diplomatenkennzeichen. Der Fahrer, eleganter Anzug, Krawatte, blankgeputzte Schuhe, ist ihm nicht geheuer. Wird er ihn sicher über die Grenze nach Westdeutschland bringen? In „Tausend Fenster“ erzählt Nassir Djafari von Flucht und Exil, von der Zerrissenheit zwischen Fortgehen und Bleiben, sowie über das Aufbegehren gegen Fremdbestimmung, dem Eintreten für die Souveränität eines jeden Individuums und eines jeden Landes.

Nassir Djafari, 1952 in Iran geboren, lebt seit seinem fünften Lebensjahr in Deutschland. Er studierte in Frankfurt Volkswirtschaftslehre und war in verschiedenen Funktionen in der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. Djafari hat zahlreiche Fachartikel und Buchbeiträge über die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern verfasst und sich zu integrationspolitischen Themen geäußert. Im Jahre 2020 erschien „Eine Woche, ein Leben“, 2022 „Mahtab“, 2024 „Der Großcousin“. Sein neuer Roman „Tausend Fenster“ erschien im Frühjahr 2026.             

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